Ergebnisse Zuchttierbestandserfassung 2018 / Beginn der Zuchttierbestandserfassung 2019

Ergebnisse 2018

 

Mit eines der Ziele des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter ist es, sich aktiv für den Erhalt und die Förderung teilweise sehr alter Rassen einzusetzen, da gerade bei alten Rassen sich auch altes Genpotential erhalten hat. Schon allein deswegen muss alles darangesetzt werden, der genetischen Verarmung des Planeten entgegenzutreten und durch Bewahrung von tiergenetischem Material zur Zukunft beizutragen. Aus diesem Grund wurde auch im Jahr 2018, in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung die Folgeerfassung des Zuchttierbestands aller Groß- und Wassergeflügel, Hühner und Zwerghühner, Tauben und Ziergeflügel im BDRG durchgeführt. Die Daten wurde im Zeitraum Februar bis Ende August 2018 in einer, vor zwei Jahren neu geschaffenen, onlinefähigen Anwendung erfasst. Die nachfolgenden Auswertungen basieren auf den für den Landesverband der Rassegeflügelzüchter von Württemberg und Hohenzollern in diesem System eingegebenen Daten.

 

Insgesamt haben sich 470 Vereine des Landesverbandes an der Zuchttierbestandserfassung beteiligt. Dies entspricht einer Quote von 95,7%. 27 von 29 Kreisverbände haben sich an der Erfassung beteiligt. Es fehlen die Kreisverbände Göppingen und Freudenstadt. Der Landesverband Württemberg und Hohenzollern liegt damit bundesweit auf dem 6. Platz.

 

Insgesamt wurden in unserem Landesverband 52.227 Zuchttiere erfasst.

 

Diese Zahlen teilen sich wie folgt auf:

 

Groß- und Wassergeflügel:                     3.299 Tiere

Hühner:                                                    10.343 Tiere

Zwerghühner:                                          15.489 Tiere

Tauben:                                                    20.596 Tiere

Ziergeflügel:                                              2.500 Tiere

Zuchten:                                                     6.772 Zuchten

 

Bei der durchschnittlichen Tierzahl pro Verein ist in den Landesverbänden ein deutliches Nord-Süd- und ein Ost-West-Gefälle zu beobachten. Mit Abstand am meisten Zuchttiere je Verein werden im Landesverband Mecklenburg gehalten. Gefolgt von den Verbänden Groß-Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen und Weser Ems. Schlusslicht sind die südlichen Landesverbände Württemberg, Baden und Saarland. Im Landesverband Württemberg und Hohenzollern beträgt die durchschnittliche Zahl an Zuchttieren pro Verein 145. Im Vergleich liegt die Zahl im Bund bei 228.

 

Sehr interessant ist auch die Aufteilung der Tiere auf die einzelnen Sparten. Hier können zum Beispiel die Landesverbände Groß-Hamburg, Mecklenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen als Landesverbände identifiziert werden, bei denen Tauben im Vordergrund stehen. Umgekehrt sind in den Landesverbänden Saarland, Westfalen-Lippe, Weser-Ems und das Rheinland die Geflügelzüchter in der Mehrheit. Groß- und Wassergeflügel findet sich besonders im Saarland und in Kurhessen, Ziergeflügel in Weser-Ems und Baden.

 

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich für die Unterstützung dieses Projektes bedanken. Als kleine Anerkennung bekam jeder Kreisverband, der seine Daten in der Zuchttierbestandserfassung eingetragen hat, bereits im letzten Jahr mindestens ein BDRG-Band zur freien Vergabe.

 

Weitere Dokumente:

Zuchttierbestandserfassung Württemberg 2018

 

 

Neuer Erfassungszeitraum 2019

 

Die Zuchttierbestandserfassung 2019 startete am 1. Februar und soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.

 

Für den Landesverband der Rassegeflügelzüchter von Württemberg und Hohenzollern ist seit diesem Jahr Dieter Lindenmayer als Ansprechpartner zuständig. Dieser steht gerne mit Rat und Tat zu Seite: dieter.lindenmayer@lvrgw.de

 

Um eine möglichst effiziente Erfassung sicherzustellen wurde die Anwendung mit den Daten aus dem Vorjahr befüllt. Es müssen also nur die Veränderungen gegenüber dem letzten Jahr eingegeben werden. Um diesen Prozess zu unterstützen besteht die Möglichkeit einen Korrekturbogen aus der Anwendung auszudrucken. Auf diesem Bogen können komfortabel  Veränderungen eingetragen und später in der Anwendung erfasst werden.