Bericht zur Zuchttierbestandserfassung 2017

 

Mit eines der Ziele des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter ist es, sich aktiv für den Erhalt und die Förderung teilweise sehr alter Rassen einzusetzen, da gerade bei alten Rassen sich auch altes Genpotential erhalten hat. Schon allein deswegen muss alles darangesetzt werden, der genetischen Verarmung des Planeten entgegenzutreten und durch Bewahrung von tiergenetischem Material zur Zukunft beizutragen.

Aus diesem Grund wurde auch im Jahr 2017 in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung die Folgeerfassung des Zuchttierbestands aller Groß- und Wassergeflügel, Hühner und Zwerghühner, Tauben und Ziergeflügel im BDRG durchgeführt.

Die Daten wurde im Zeitraum Februar bis Ende August 2017 in einer neuen onlinefähigen Anwendung erfasst. Die nachfolgenden Auswertungen basieren auf den für den Landesverband der Rassegeflügelzüchter von Württemberg und Hohenzollern in diesem System eingegebenen Daten.

 

Ergebnisse:

Insgesamt haben sich 436 Vereine des Landesverbandes an der Zuchttierbestandserfassung beteiligt. Dies entspricht einer Quote von 88,5%. Der Landesverband Württemberg und Hohenzollern liegt damit bundesweit auf dem 6. Platz. Insgesamt wurden 51.396 Zuchttiere erfasst..

Diese Zahlen teilen sich wie folgt auf:

Groß- und Wassergeflügel:                    3.117 Tiere                         in    690 Zuchten
Hühner:                                                    10.784 Tiere                         in 1.201 Zuchten
Zwerghühner:                                         15.217 Tiere                         in 1.825 Zuchten
Tauben:                                                   19.999 Tiere                         in 2.141 Zuchten
Ziergeflügel:                                              2.279 Tiere                         in    658 Zuchten

Bei der durchschnittlichen Tierzahl pro Verein ist in den Landesverbänden ein deutliches Nord-Süd- und ein Ost-West-Gefälle zu beobachten. Mit Abstand am meisten Zuchttiere werden im Landesverband Mecklenburg gehalten. Gefolgt von den Verbänden Groß-Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen und Weser Ems. Schlusslicht sind die südlichen Landesverbände Württemberg, Baden und Saarland. Im Landesverband Württemberg und Hohenzollern beträgt die durchschnittliche Zahl an Zuchttieren pro Verein 140. Im Vergleich liegt die Zahl im Bund bei 214.

Sehr interessant ist auch die Aufteilung der Tiere auf die einzelnen Sparten. Hier können zum Beispiel die Landesverbände Groß-Hamburg, Mecklenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen als Landesverbände identifiziert werden, bei denen Tauben im Vordergrund stehen. Umgekehrt sind in den Landesverbänden Saarland, Westfalen-Lippe, Weser-Ems und das Rheinland die Geflügelzüchter in der Mehrheit. Groß- und Wassergeflügel findet sich besonders im Saarland und in Kurhessen, Ziergeflügel in Weser-Ems und Baden.

 

Ergebnisse auf Kreisverbandsebene

Die meisten Kreisverbände haben sich zu 100% an der Zuchttierbestandserfassung beteiligt.

Die Beteiligung der einzelnen Kreisverbände ist aus der nachfolgenden Grafik ersichtlich:

Zusammenfassung und Ausblick

 

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich für die flächendeckende Unterstützung dieses Projektes bedanken. Als kleine Anerkennung bekam jeder Kreisverband, der seine Daten in der Zuchttierbestandserfassung eingetragen hat, mindestens ein BDRG-Band zur freien Vergabe.

Die Zuchttierbestandserfassung 2018 startete am 1. Februar dieses Jahrs.

Zur Erleichterung der Arbeit wurden die Erfassung mit den Daten aus dem Jahr 2017 vorbelegt, so dass nur Änderungen gegenüber dem letzten Jahr eingegeben werden müssen.

Nach Beschluss der Bundesversammlung vom 7. Mai 2017 werden die Daten der Zuchttierbestandserfassung künftig auf der Homepage des BDRG verfügbar gemacht.

Hierzu muss der Veröffentlichung der Daten in der Zuchttierbestandserfassung ausdrücklich zugestimmt werden. Da die Daten auf Vereinsebene publiziert werden bitten wir speziell die Angaben zur Vereinsführung zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen.

Unser Ziel sollte es sein die Position im Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter weiter auszubauen und eine Beteiligungsquote von über 90 % zu erreichen.

 

Weitere Dokumente:

Zuchttierbestandserfassung Württemberg 2017